Zusammenfassung
Levodopa ist seit Jahrzehnten das wirksamste Medikament gegen die Bewegungssymptome von Parkinson. Es wird im Gehirn in Dopamin umgewandelt und gleicht so den Mangel aus. Die richtige Einnahmezeit im Verhaeltnis zu Mahlzeiten ist entscheidend fuer die Wirkung.
Wie Levodopa wirkt
Levodopa ist eine Vorstufe des Botenstoffs Dopamin. Anders als Dopamin selbst kann Levodopa die Blut-Hirn-Schranke ueberwinden und wird im Gehirn in Dopamin umgewandelt. Dadurch gleicht es den Dopaminmangel aus, der die Bewegungssymptome von Parkinson verursacht. Levodopa wird fast immer kombiniert mit einem sogenannten Decarboxylasehemmer (etwa Carbidopa oder Benserazid), der verhindert, dass Levodopa schon ausserhalb des Gehirns abgebaut wird.
Der richtige Einnahmezeitpunkt
Eiweissreiche Mahlzeiten koennen die Aufnahme von Levodopa im Darm verzoegern oder verringern, da Eiweissbausteine denselben Transportweg nutzen. Viele Aerztinnen und Aerzte empfehlen deshalb, Levodopa etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Essen einzunehmen. Der genaue Einnahmeplan sollte immer individuell mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden, da er von der Krankheitsphase und anderen Medikamenten abhaengt.
Wirkungsschwankungen im Verlauf
Nach mehrjaehriger Einnahme kann die Wirkung von Levodopa kuerzer werden oder staerker schwanken, man spricht dann von sogenannten On-Off-Phasen. In der On-Phase wirken die Medikamente gut, in der Off-Phase kehren Symptome zurueck. Diese Schwankungen lassen sich oft durch eine Anpassung der Dosierung, haeufigere kleinere Einnahmen oder zusaetzliche Medikamente abmildern. Ein Symptomtagebuch hilft der behandelnden Praxis, die Therapie gezielt anzupassen.
Warum Eigenmaechtiges Absetzen gefaehrlich ist
Levodopa und andere Parkinson-Medikamente sollten niemals eigenmaechtig abgesetzt oder in der Dosis veraendert werden. Ein ploetzliches Absetzen kann zu einer starken Verschlechterung der Symptome fuehren, in seltenen Faellen bis hin zu einem lebensbedrohlichen Zustand, dem sogenannten akinetischen Krisenbild. Aenderungen der Medikation gehoeren immer in aerztliche Hand.
Take-aways
- Levodopa wird im Gehirn in Dopamin umgewandelt und gleicht so den Mangel aus.
- Eiweissreiche Mahlzeiten koennen die Wirkung verzoegern, daher oft Einnahme vor dem Essen.
- Wirkungsschwankungen (On-Off-Phasen) sind im Verlauf haeufig und behandelbar.
- Ein Symptomtagebuch unterstuetzt die individuelle Anpassung der Therapie.
- Medikamente niemals eigenmaechtig absetzen oder veraendern.
