Zusammenfassung
Gleichgewichtsprobleme und ein erhoehtes Sturzrisiko gehoeren zu den belastenderen Parkinson-Symptomen, besonders im fortgeschritteneren Verlauf. Gezieltes Gleichgewichtstraining, Anpassungen der Wohnumgebung und Hilfsmittel koennen die Sicherheit im Alltag deutlich erhoehen.
Warum das Gleichgewicht betroffen ist
Parkinson beeintraechtigt die automatischen Ausgleichsreaktionen des Koerpers, etwa wenn man stolpert oder angerempelt wird. Diese sogenannten posturalen Reflexe reagieren langsamer oder schwaecher, wodurch das Sturzrisiko steigt. Besonders Drehbewegungen, das Aufstehen aus dem Sitzen und das Gehen auf unebenem Untergrund sind kritische Momente.
Die Wohnung sicherer gestalten
Lose Teppiche entfernen, gute Beleuchtung besonders auf Treppen und im Flur, Haltegriffe im Bad und das Freihalten von Laufwegen koennen das Sturzrisiko spuerbar senken. Auch rutschfestes Schuhwerk anstelle von Socken oder Hausschuhen mit glatter Sohle traegt zur Sicherheit bei.
Gezieltes Training
Physiotherapeutisches Gleichgewichtstraining, aber auch Bewegungsformen wie Tai Chi oder speziell auf Parkinson ausgerichtete Sportangebote koennen die Standfestigkeit und Koerperwahrnehmung verbessern. Regelmaessiges, an die eigenen Faehigkeiten angepasstes Training ist wirksamer als seltene, intensive Einheiten.
Wenn ein Sturz passiert ist
Nach einem Sturz sollte, auch wenn keine offensichtliche Verletzung vorliegt, aerztlich abgeklaert werden, ob eine Verletzung uebersehen wurde. Wiederholte Stuerze sind zudem ein wichtiges Signal fuer die behandelnde Praxis, die Therapie und moegliche Hilfsmittel wie einen Rollator zu ueberdenken.
Take-aways
- Automatische Ausgleichsreaktionen sind bei Parkinson beeintraechtigt, das Sturzrisiko steigt.
- Lose Teppiche entfernen, gute Beleuchtung und Haltegriffe erhoehen die Wohnsicherheit.
- Regelmaessiges Gleichgewichtstraining verbessert die Standfestigkeit.
- Nach einem Sturz aerztlich abklaeren lassen, wiederholte Stuerze der Praxis melden.
